Vitra und Verner Panton

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Artikelserie nordisches Designer – Das Unternehmen Vitra kurz vorgestellt

In unserem letzten Artikel aus der Artikelserie zu nordischen Designern wollen wir uns mit dem Unternehmen Vitra beschäftigen, welches viele Jahre mit dem dänischen Architekten und Designer Verner Panton zusammenarbeitete. Gemeinsam brachten sie den sogenannten Panton Chair auf den Markt, der sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut.

Wer ist die Vitra AG?

Vitra ist ein in der Schweiz gegründetes und ansässiges Unternehmen, das die Herstellung von Wohn- und Büromöbeln zu seinen Kernkompetenzen zählt. Die Zentrale der Vitra AG ist in Birsfelden (Basel-Landschaft) zu finden. Neben dem Hauptsitz in Birsfelden verfügt das Unternehmen noch über unzählige weitere Filialen in 14 Ländern. Weltbekannt ist außerdem das Vitra Design Museum in Weil am Rhein, welches im Jahre 1989 eröffnet wurde.

Firmengeschichte

Die Geschichte des Unternehmens beginnt als der damals 20-jährige Willi Fehlbaum in Birsfelden ein Ladengeschäft übernahm. Mit Hilfe seiner Frau gestaltete er dieses kontinuierlich zu einem Möbelunternehmen um. Nach Ende des 2. Weltkrieges im Jahre 1950 verlagerte er die Produktionsstätte nach Weil am Rhein und gab seiner Firma den Namen Vitra.

Die Designer von Vitra

Zu den für Vitra arbeitenden Designern zählen viele renommierte Architekten und Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. So bemühte sich Fehlbaum schon sehr früh um die Vertriebslizenzen des Designer-Ehepaares Charles und Ray Eames. Auch Entwürfe von bekannten Designern wie Antonio Citterio, Alberto Meda, Mario Bellini und Jasper Morrison werden von und unter Mitarbeit von Vitra hergestellt. Bellinis Drehstuhl-Entwurf mit dem Namen „Figura“ wurde beispielsweise speziell für den Plenarsaal des Deutschen Bundestages hergestellt.

Besonders eng war die Zusammenarbeit zwischen Vitra und dem dänischen Designer Verner Panton. Gemeinsam entwickelten sie 1967 den sogenannten Panton Chair. Schon während seines Studiums beschäftigte sich Panton mit neuen Ideen, um Stühle beinlos zu designen. Bereits im Jahre 1955 zeigte Panton seine Entwürfe von S-förmigen Stühlen. Damals waren diese im Gegensatz zu den heute gängigen Modellen noch aus Teakholz. Erst die Weiterentwicklung der Kunststoffe und mit der Hilfe von Vitra gelang es, das erste Konzept nochmals zu verbessern. Besonders waren nicht nur das einzigartige und extravagante Design sondern auch die Herstellung aus nur einem einzigen Stück Kunststoff. Der Panton Chair ist das bekannteste Werk von Verner Panton und einer der wichtigsten Stuhl-Kreationen des 20. Jahrhunderts.

Der Stil von Panton und Vitra

Beide wollen die Kraft von besonderen Designs einsetzen, um die Qualität von Wohnräumen und Büros nachhaltig zu verbessern.

Die Designs von Vitra entstehen nach einem intensiven Designerprozess, der Ingenieurwissen und Kreativität der verschiedenen Designer miteinander vereint. Ziel der Konzepte ist es, inspirierende Einrichtungsgegenstände sowie besondere Möbel und Accessoires herzustellen. Dabei wird stets auf die Qualität und die Lebensdauer der Materialien geachtet. Initiativen und Einrichtungen wie der Vita Campus und das Vita Design Museum spielen in der Firmenphilosophie und bei der Entwicklung neuer Konzepte eine große Rolle.

Das Vitra Design Museum

Das Designmuseum von Vitra befindet sich am deutschen Standort in Weil am Rhein. Zuerst plante Fehlbaum ein Gebäude für eine dauerhafte Stuhl- und Möbelausstellung. Nach einem Gespräch mit dem deutschen Kunstsammler Alexander von Vegesack wurde es als Designmuseum für wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen konzipiert. Von Vegesack ist demnach Mitbegründer des Museums und war von 1989 bis 2010 auch dessen Direktor. Im Museum werden temporär wechselnde thematische Ausstellungen gezeigt und es finden Workshops aus den Bereichen Architektur und Design statt.

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